DIE NEUE SAISON IST DA

Loudenvielle hält, was es verspricht: Hemstreet holt sich den Sieg, Commencal Muc-Off stürmt nach vorne und die Enduro-Action heizt sich auf

Loudenvielle Delivers: Hemstreet Claims Victory, Commencal Muc-Off Charge Ahead & Enduro Action Heats Up

In Loudenvielle herrschte bei einem unvergesslichen Rennwochenende in den Pyrenäen heiße Stimmung. Bei sonnigem, aber böigem Wetter wurden die Fahrer auf schnellen, losen und gnadenlosen Strecken auf die Probe gestellt, die Präzision und Mut erforderten.

Im Abfahrtsrennen der Frauen-Elite sicherte sich Gracey Hemstreet mit einer souveränen und aggressiven Fahrt den ersten Platz und feierte damit ihren ersten Weltcupsieg – ein herausragendes Ergebnis in der Saison der Kanadierin.

Amaury Pierron fuhr eine der besten Runden des Tages, lag an der zweiten Zwischenzeitmarke 1,661 Sekunden vorn und versetzte das französische Publikum in Ekstase. Leider konnte er dieses unglaubliche Tempo in den letzten Sektoren nicht halten, war aber zufrieden, sich mit dem zweiten Platz zu begnügen und das Trikot des Weltcup-Führenden zu übernehmen.  Loris lieferte mit Platz 7 ein weiteres solides Ergebnis ab, baut bei jedem Rennen mehr Sicherheit und Selbstvertrauen auf dem Motorrad auf und geht mit erstaunlicher Professionalität und viel Spaß in die Saison. 

Myriam Nicole zeigte das ganze Wochenende über eine beeindruckende Geschwindigkeit, und auch im Finale war das nicht anders: Als sie den Berg hinunterfuhr, lag sie an der Zwischenzeitmessung in Führung. Leider wurde ihr dieser rasante Lauf zum Verhängnis, denn nach einem Sturz hatte sie zu viel Zeit aufzuholen. Sie wird sich jedoch auf Leogang freuen und diese gute Form mitnehmen.

Max und Till Alan zeigten erneut brillante Läufe in der Juniorenklasse und belegten die Plätze 3 und 4, mit einem Rückstand von nur +0,605 bzw. +0,728 Sekunden auf den Sieger. Max behält die Führung im Weltcup.

In der dritten Runde des Enduro World Cup setzte Lisandru Bertini vom La Pierre Gravity Collective seinen stetigen Aufstieg fort, belegte den 17. Platz in der Gesamtwertung und bewies echte Kampfkraft am Renntag. Seine herausragende Leistung zeigte er auf der dritten Etappe, wo er die fünftschnellste Zeit fuhr – ein Zeichen dafür, was noch kommen wird. Auch wenn es noch nicht das Spitzenergebnis war, das er anstrebt, ist die Geschwindigkeit eindeutig vorhanden. Mit Leogang als nächstem Austragungsort – einem Ort, den er liebt – sind die Erwartungen hoch.